Kunstnetzwerke: Werke, Künstler und Auktionen

Der weltweite Kunstmarkt ist sehr lose organisiert. Relevante Rollen sind die Künstler mit ihren Werken und Auktionshäuser, die Werke von Künstlern auf dem sog. 2. Markt an Museen und Sammler versteigern. Kunstauktionen werden mittlerweile von umfangreichen Online-Katalogen begleitet, die Gebotsabgabe über das Internet ist möglich und auch Ergebnislisten werden online bereitgestellt. Aufgrund der individuellen Insellösungen von Auktionshäusern ist es aber kaum möglich sich einen vollständigen Überblick zu Inhalt und Struktur des Kunstauktionsmarkts zu bilden. Kommerzielle Dienste wie artprice.com oder artfacts.net sind vergleichsweise hochpreisig.

In dieser Arbeit sollen Informationen über in Auktionen gehandelte Werke und deren Künstler ermittelt und mit Hilfe einer Netzwerkanalyse Strukturen des 2. Markts identifiziert werden. Verzeichnisse von Auktionshäusern wie von kunstmarkt.com erfassen relevante Sites und liefern Ausgangspunkte für einen Crawler, der beispielsweise auf einem Rahmenwerk wie beispielsweise SMILA oder Nutch basiert und vielleicht an einen Screen Scraper wie scrapy angeschlossen ist. Aus Online-Katalogen sollen angebotene Künstler und Werke extrahiert werden und geeignet ein Netzwerk erstellt werden. Mit dem Tool SONIVIS sollen dann Analysen zu Netzwerkeigenschaften durchgeführt werden und deren Ergebnisse sowie das Werke-Künstler-Auktionshaus-Netzwerk online dargestellt werden. Sämtliche Software ist unter die BSD oder Apache Lizenz zu stellen.

Art der Arbeit: Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen: Kenntnisse in grundlegenden Web-Technologien und Netzwerken

Betreuer: Prof. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen: Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Kunstnetzwerke: Künstler und Galerien

Der weltweite Kunstmarkt ist sehr lose organisiert. Relevante Rollen sind die Künstler mit ihren Werken, Galerien die die Werke von Künstlern auf dem sog. 1. Markt vermarkten sowie Museen und private Sammler die Werke ankaufen sowie weiter Intermediäre die Öffentlichkeit herstellen. Künstler, Galerien und Museen haben in den letzten Jahre erkannt, dass ihre Online-Repräsentanzen notwendig für das Funktionieren des Kunstmarkts sind. Aufgrund der sehr losen Organisation ist es aber kaum möglich sich einen vollständigen Überblick zu Inhalt und Struktur des Kunstmarkts zu bilden.

In dieser Arbeit sollen mit Hilfe einer Netzwerkanalyse solche Strukturen identifiziert werden. Als Künstler sollen dabei jene gelten die von deutschen oder deutschsprachigen Galerien vertreten werden. Dazu müssen die verteilt vorliegenden Online-Informationen geeignet analysiert werden. In der Arbeit ist dies durch einen Crawler zu automatisieren, der auf einem Rahmenwerk wie beispielsweise SMILA oder Nutch basiert und vielleicht an einen Screen Scraper wie scrapy angeschlossen ist.

Galerieverzeichnisse wie bei artfacts oder beim Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V. müssen geeignet analysiert werden um Listen mit Netzadressen von Galerien zu ermitteln. Auf den Galerie-Sites muss dann durch eine Heuristik die Liste der von der Galerie vertretenen Künstler ermittelt werden. Aus diesen Informationen - eventuell angereichert um Metainformationen wie Stilrichtung des Künstlers oder Schwerpunkt der Galerie - soll geeignet ein Netzwerk erstellt werden. Mit dem Tool SONIVIS sollen dann Analysen zu Netzwerkeigenschaften durchgeführt werden und deren Ergebnisse sowie das Künstler-Galerie-Netzwerk online dargestellt werden. Sämtliche Software ist unter die BSD oder Apache Lizenz zu stellen.

Art der Arbeit: Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen: Kenntnisse in grundlegenden Web-Technologien und Netzwerken

Betreuer: Prof. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen: Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Netzwerkinformationssystem

Die Analyse von Netzwerken (Network Science) ist ein expandierender Wissenschaftsbereich der verschiedenste Grundlagengebiete (Physik, Mathematik), Anwendungsbereiche (Biologie, Ökonomie, Lebenswissenschaften) und die Informatik zusammenbringt. Grundlage jeder Analyse sind Netzwerke aus verschiedensten Gebieten. Dabei besteht die Hoffnung, gebietsübergreifende Erkenntnisse zu gewinnen sowie eine methodische Konvergenz zu erreichen.

Notwendig ist dafür ein leichter Zugang zu Rohdaten von Netzwerken, zu Analyseergebnissen davon sowie zu Metadaten über die Analysen. In der Arbeit soll ein Informationssystem gebaut werden, das in möglichst reicher Form eine solche Infrastruktur für Netzwerkforschung bereitstellt und über bisherige Versuche wie die Sammlung bei der Network Workbench oder das Visual Analytics Benchmarks Repository hinaus geht.

Das zu erstellende Informationssystem soll eine Ontologie der Domäne Netzwerkanalyse verwenden, Metadaten zu weiteren Ontologien klassifizieren. Es soll möglich sein, Netzwerkdaten oder Verweise darauf einzustellen, wozu entsprechende Metadatenschemata zu entwickeln sind. Weiterhin sollen Forschungsergebnisse direkt oder als Verweis eingestellt werden können. In der Arbeit soll weiterhin ein Mechanismus zur automatischen Integration schon vorhandener Informationen realisiert werden. Schließlich soll das Informationssystem mit einer reichen Nutzerschnittstelle versehen sein um einen einfachen Zugang zu realisieren.

Art der Arbeit

Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen

Kenntnisse in Netzwerkanalyse, Netzbasierten Informationssystemen

Betreuer

Prof. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen

Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Semantische Integration von Konferenzinformationen

Informationen über wissenschaftliche Konferenzen in der Informatik und anderen Wissenschaften sind im Netz nur schlecht erschließbar. Neben den völlig verstreut angebotenen eigentlichen Konferenzankündigungen und Aufrufen zur Beitragseinreichung gibt es verschiedene Angebote mit Sammlungen solcher Informationen. So wollen z.B. allconferences.com oder goingtomeet.com möglich alle Konferenzen erfassen, während Fachverbände wie die IEEE, die ACM oder die GI jeweils informatikspezifische Kalender anbieten.

Wissenschaftler möchten die Anfrage “Auf welchen Konferenzen kann ich meine Arbeit im Themenbereich X, Y und Z einreichen” einfach von einer Suchmaschine beantwortet bekommen. Eine solche Suchmaschine existiert bislang aber nicht.

In der Arbeit soll ein Rahmenwerk geschaffen und exemplarisch für informatische Themen realisiert werden mit dem aus unterschiedlichen Quellen erschlossene Konferenzankündigungen Informationen über die jeweils geforderten Themen ermittelt werden und auf dieser Basis die obige Anfrage präzise und umfassend beantwortet werden kann. Dabei soll eine Ontologie für die Themenklassifikation sowie eine semantische Suche genutzt werden.

Das Rahmenwerk soll exemplarisch für Konferenzen aus der Informatik realisiert werden, gleichzeitig aber so allgemein sein, dass leicht eine Suchmaschine für andere Disziplinen (z.B. Elektrotechnik, Mathematik) oder andere Veröffentlichungsarten (z.B. wissenschaftliche Zeitschriften) konfiguriert werden könnte. Die zu erstellende Software soll als LGPL lizensiert sein.

Art der Arbeit

Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen

Kenntnisse in Web-Technologien und Semantic Web

Betreuer

Prof. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen

Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Grapheigenschaften ähnlicher Ontologien

Die Ontologien des Semantic Web sind Netzwerke aus getypten Konzepten und getypten Beziehungen zwischen ihnen. Neben verschiedenen Metaeigenschaften wie Entwurfszweck oder Einsatzgebiet der Ontologie, sind die üblichen Maße für Graphen Eigenschaften einer Ontologie. Die Kombination verschiedener Maße des Ontologie-Graphen könnte man zu einer Signatur zusammenführen mit deren Hilfe ähnliche Ontologien identifiziert werden könnten.

In der Arbeit soll ein Konzept zu solchen Signaturen entworfen und seine Aussagefähigkeit experimentell überprüft werden. werden. Dazu sollen zunächst mit Hilfe vorhandener Tools (z.B. GUESS oder SONIVIS) eine einfache Möglichkeit zur Ermittlung von Grapheigenschaften von Ontologien erstellt werden. Dann soll das gewählte Konzept überprüft werden indem für thematisch ähnliche Ontologien aus Ontologierepositorien (z.B. SchemaWeb) Signaturen ermittelt und dahingehend überprüft werden ob sie diese thematische Nähe wiederspiegeln.

Art der Arbeit

Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen

Kenntnisse in Semantic Web und Netzwerken

Betreuer

Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen

Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Zusammenfassung von Web-Seiten aufgrund visueller Prominenz von Textteilen

Die automatische Zusammenfassung von Web-Seiten (automatisches Abstracting) basiert auf statistischen oder computerlinguistischen Verfahren auf dem Textinhalt einer Seite. Web-Seiten haben aber auch eine visuelle Repräsentation (die Darstellung im Web-Browser), die - beispielsweise durch Stylesheets beeinflusst - weitere Hinweise auf entscheidende Inhalte geben kann, die für ein Abstracting genutzt werden sollten.

In der Arbeit soll ein Konzept entwickelt und prototypisch implementiert werden, das für eine Web-Seite ein Abstract erzeugt und dabei die visuelle Erscheinung der Seite untersucht. Dazu sollen geeignete Browser-Erweiterungen (z.B. Web Developer) modifiziert werden. Zu berücksichtigen sind visuelle Eigenschaften von Textteilen wie Position auf der Seite, Größe, Farbkontrast zu den anderen Teilen etc. Die Ergebnisse sollen geeignet evaluiert werden.

Art der Arbeit

Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen

Kenntnisse in Web-Technologien, insbesondere Seitendarstellung, Technologie von Web-Browsern, Interesse an Gestaltungsprinzipien im Web.

Betreuer

Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen

Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen

Gemeinsame Wissensmodellierung mit Ursache-Wirkungsmodellen

Wissen über komplexe Zusammenhänge lässt sich in Modellen fassen. Eine Form der Modelle sind Ursache-Wirkungsmodelle bei denen die Wirkung einer Entität im Modell auf eine andere beschrieben wird. Aktuell könnte man modellieren, dass eine staatliche Prämie für die Verschrottung von Altwagen sich positiv auf den Absatz von Neuwagen auswirkt. Es gibt Anwendungen wie Consideo, die eine solche Modellierung unterstützen und durch Simulationen ergänzen.

Nun könnte aber diese Modellierung auch gemeinsam erfolgen. Ein zweiter Benutzer könnte beispielsweise den Zusammenhang hinzufügen, dass durch höheren Absatz von Neuwagen der durchschnittliche Benzinverbrauch im Fahrzeugverkehr sinkt. Ein dritter könnte hinzufügen, dass damit die Nachfrage nach Benzin sinkt und ein vierter, dass somit der Benzinpreis eher sinkt.

In der Arbeit soll ein Konzept und eine prototypische Implementierung einer solchen gemeinsamen Wissensmodellierung mit Ursache-Wirkungsmodellen erstellt werden. Dabei sollen Konzepte sowie Beziehungen (trivialerweise zunächst “positiver Einfluss (+)” und “negativer Einfluss (-)”) zwischen ihnen mit Technologien des Semantic Web typisiert werden. Die Anwendung selber besteht aus einer Web-basierten Software, die das Einfügen von Abhängigkeiten durch unteschiedliche Benutzer ermöglicht und eine geeignete Darstellung erzeugt.

Art der Arbeit

Diplom- oder Masterarbeit

Voraussetzungen

Kenntnisse in Web-Technologien, Modellierung, Semantic Web

Betreuer

Prof. Dr.-ing. Robert Tolksdorf

Weitere Informationen

Sprechstundentermin bei Prof. Robert Tolksdorf nehmen